Schlappe im Aufstiegsspiel: Wenn der Captain nur coacht...

 
 
 
 
 
 


Wenn der Captain nicht spielt, wird es schwierig! Die Senioren verlieren gegen Höngg zum zweiten Mal innert drei Jahren.

Mit dem Erreichen der Aufstiegsspiele hatte unsere Mannschaft das Saisonziel «Ligaerhalt» bereits erreicht. So pausierte Martin überraschend und kündigte an, dass er sich als non-playing Captain ganz auf das Coaching konzentrieren werde. Er vertraute dabei auf die guten Leistungen in den Gruppenspielen. 

Allerdings war das schon sehr verwegen, denn die Höngger spielten letzte Saison noch in der Nationalliga C und waren auf allen Positionen besser rangiert.

Andi, der bisher auf Position drei alle seine Spiele gewonnen hatte, rutschte nun auf die zweite Stelle. Wie üblich machte er mit seinen in jungen Jahren in Spanien antrainierten Topspinschlägen viel Druck. Doch sein defensiv sehr sicher agierender Gegner konnte damit gut umgehen und verleitete Ihn zu Fehlern. So verlor er als erster seine Partie. 

Stefan stand etwas länger auf dem Platz und hatte durchaus seine Chancen, doch fehlte ihm diesmal einfach der letzte Zwick bei den wichtigen Punkten. Obwohl er seinen Gegner Thorsten zu grosser Laufarbeit zwang, machte er zwischendurch zu viele Geschenke, die auf diesem Niveau bestraft werden. Es war ein schwacher Trost, dass Thorsten erklärte, Stefan sei in dieser Interclubsaison sein klar stärkster Gegner gewesen.

Ulysses wollte mit dem Racket von Andi sein Glück erzwingen, aber schon vor Ende des ersten Satzes griff er wieder zu seinem gewohnten Arbeitsgerät, was ihm aber auch nicht half.

Erwartungsgemäss dauerten die Ballwechsel bei René am längsten. Anfänglich ging er auch mit 3:2 in Führung, machte darauf aber nur noch ein Game – sehr untypisch für unseren Duracell Hasen. Ob es daran lag, dass er unter Schlafmangel litt aufgrund von kürzlichem Familienzuwachs oder ob ihn das Coaching von Martin verwirrte, konnte nicht geklärt werden…

Immerhin fruchtete das Coaching des Captains bei Thomas, der einen hervorragenden Match ablieferte. Er spielte geduldig, behielt die Übersicht und verteilte die Bälle mit grosser Sicherheit und guter Länge sowohl mit der Vor- und Rückhand. Es könnte aber auch sein, dass das intensive wöchentliche Training mit Livio, unserem Edelreservisten, sein Spiel auf ein höheres Niveau gehievt hat und nicht das Coaching.

Trotz dieser Niederlage bereits nach den Einzeln gelang unserem Team eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der letzten Begegnung in Höngg vor drei Jahren.

Markus G.